Der Plakateur: Motion Posters

Bei den Internet Movie Poster Awards wird heuer erstmals ein Preis in der Kategorie „Motion Poster“ vergeben.

Bei den von der Website impawards.com vergebenen Preisen für die besten Filmplakate des Jahres 2009 gibt es seit heuer die neue Kategorie „Motion Poster“. Was sind Motion Poster? Im Prinzip animierte Plakate und nachdem es sich dabei meist um Flash-Filme handelt, könnte man sie auch als Banner abtun. Motion Poster sind aber ganz anders aufgebaut als Werbebanner. Sie haben meist nur wenig Animation und sind selten aufdringlich. Die Musik ist, wenn vorhanden, dezent. Gedacht sind sie wohl eher für in Kinos aufgestellte LCD-Displays auf denen sie in einer Endlosschleife laufen. Auf den ersten Blick schauen sie daher aus wie ein normales Plakat, nur eben mit etwas mehr Pep.

Das erste Motion Poster, das ich sah, war auf einer Telefonzelle in Frankreich auf der ein 16:9-Monitor im Hochformat wie ein City-Light montiert war. Der Film um den es ging war „Die Stiefbrüder“. Zu sehen war das normale Plakatsujet mit einem Familienfoto von Will Ferrell und John C. Reilly. Erst auf den zweiten Blick erkannte man, dass es sich um kein Standbild handelte und die beiden blinzelten und sich manchmal leicht bewegten. Ein ähnliches Sujet ist mir auch zum Film „Bride Wars“ untergekommen. Leider gibt es beide Motion Poster nicht online.

Bei den Internet Movie Poster Awards sind nun fünf Filme nominiert und mein Favorit ist klar: „Terminator: Die Erlösung“. Ein Satellitenbild von Los Angeles wird langsam zum Kopf eines Terminators.

Auch sehr gelungen ist das Plakat zu „I Can Do Bad All by Myself“. Hier entfaltet sich langsam eine Blume und gibt das Gesicht der Hauptdarstellerin frei.

Weiters nominiert sind die Plakate zu den Filmen „Saw VI“, „Pandorum“ und „Haus der Dämonen“.

Ein Bedarf für Motion Poster ist durchaus da. Auf der einen Seite durch die immer verbreiteteren LCD-Displays als Werbeplakat. Auf der anderen Seite aber auch durch die kommende Generation von Tablet-PCs, wie etwa Apples iTablet, iSlate oder wie immer das Ding auch heißen wird. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass sich ein Motion Poster sehr gut in einer digitalen Zeitschrift macht.

die Nominierten in der Kategorie „Motion Poster“

Dieser Beitrag ist Teil meiner wöchentlichen Kolumne auf der Kinowebsite Uncut. Dieser Beitrag ist dort unter diesem Link erreichbar: http://www.uncut.at/news/news.php?item_id=11019

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