Das Erbe der Groschenromane

Nicholas Sparks hätte seine Freude damit – das deutsche Videolabel Capelight hat eine breite Palette ähnlicher Motive.

Diese Woche sind mir zwei Videocover von spanischen Filmen aufgefallen, die beide beim deutschen Videolabel Capelight erschienen sind. Sowohl „Buenos Dias, Prinzessin“ als auch Entschuldige, ich liebe Dich!“ verwenden dabei die sonst bei Nicholas-Sparks-Filmen (siehe „A Kiss with Sparks“)sehr beliebte Pose:

„Buenos Dias, Prinzessin“ als auch Entschuldige, ich liebe Dich!“

Auch sonst haben die beiden Cover viele Gemeinsamkeiten, angefangen von der kursiven Schrift über das Rosa und die Farbgebung bis hin zu einem Detail ganz oben auf dem Cover: Dort wird nämlich auf die gleichen beiden Filme verwiesen.

„Buenos Dias, Prinzessin“ als auch Entschuldige, ich liebe Dich!“

Eine selbe Pose gibt es übrigens auch bei gleich drei weiteren Filmen von Capelight: „Wie ein weißer Vogel im Schneesturm“, „Meine Erste Liebe“ und „Drei Meter über dem Himmel“.

„Wie ein weißer Vogel im Schneesturm“, „Meine Erste Liebe“ und „Drei Meter über dem Himmel“

Aber wenn man lange genau auf etwas schaut, kann man natürlich überall Gemeinsamkeiten sehen (oder hineininterpretieren). So gibt es zum Beispiel gleich drei Cover von Capelight, bei denen sich der Mann an die Frau schmiegt:

Mann schmiegt sich an Frau

Umgekehrt gibt es sogar sechs Cover, bei denen sich die Frau an den Mann hängt. („Young Victoria“, „Mein Name ist Fish“, „The Last Five Years“, „The Spectacular Now“, „Vielleicht lieber morgen“ und „Ich steh auf dich“)

Frau schmiegt sich an Mann

Wer aber glaubt, alle Cover würden gleich ausschauen, der irrt. Eigentlich gibt es vor allem bei den letzten Sujets recht abwechslungsreiche Variationen. Gestern habe ich zufällig beim Wegbringen des Altpapiers einen Berg von Groschenromanen im Altpapier entdeckt, die wohl eine Nachbarin (es kann natürlich auch ein Nachbar sein, aber das halte ich ehrlich gesagt für eher unwahrscheinlich) entsorgt hat. Und dagegen sind alle Videocover ein wahrer kreativer Erguss:

Groschenromane im Müll

Dieser Beitrag ist Teil meiner wöchentlichen Kolumne auf der Kinowebsite Uncut. Dieser Beitrag ist dort unter diesem Link erreichbar: http://www.uncut.at/news/news.php?item_id=19792

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