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A-Frame Kolumne

Messer hinter dem Rücken

Nicht nur im aktuellen Film „Knives Out“ haben einige Schauspieler auf dem Filmplakat ein Messer hinter dem Rücken.

Nicht nur im aktuellen Film „Knives Out“ haben einige Schauspieler auf dem Filmplakat ein Messer hinter dem Rücken.

Seit zwei Wochen ist der Film „Knives Out – Mord ist Familiensache“ auch bei uns in den Kinos zu sehen und diese Woche bekam der Film von Rian Johnson sogar eine Oscarnominierung für das beste Original-Drehbuch. Das Hauptplakat zeigt dabei in klassischer Form alle Figuren bzw. Verdächtigen dieses Murder-Mystery-Films.Interessanter ist aber ein Filmplakat im extremen Querformat und das in doppelter Hinsicht: Zum einen wird auf dem Filmplakat angedeutet, dass das Messer wirklich das Plakat aufgeschnitten hat und man auf die Plakatwandkonstruktion im Hintergrund sehen kann.

Zum anderen gibt es aber auch noch eine zweite Version des Sujets, das quasi die Rückseite des Plakats zeigt und hier hat plötzlich jeder der Verdächtigen ein Messer hinter dem Rücken:

Filmplakat zu „Knives Out“

Das bringt mich auch schon zum eigentlichen Thema meiner aktuellen Kolumne nämlich hinter dem Rücken versteckte Waffen. Da gibt es ältere Beispiele wie den Film „April Fool’s Day“ aus dem Jahr 1986, der bei uns „Die Horror Party“ hieß, oder neuere Beispiele wie das Remake eben jenes Films mit dem Titel „April, April – Tote scherzen nicht“:

„Die Horror Party“ und „April, April - Tote scherzen nicht“

Ein ähnliches Thema habe ich übrigens auch schon in der Kolumne „Frauen und Messer“ behandelt bei der auch der Film „Club Mad“ vorkam. Aber auch der russische Film „Dislike“ ist ein klassisches Beispiel für dieses Plakatgenre:

Club Mad und Dislike

Auch Cheerleader haben gerne mal ein Messer hinter dem Rücken wie das Sujet zum noch nicht fertiggestellten Film „The Pom Pom Massacre“ oder eben der Film „Spirit Camp“ zeigen.

Messer hinter dem Rücken lassen sich auch bestens mit dem häufig eingesetzten A-Frame-Motiv, also dem Blick zwischen zwei Beinen, verbinden. Hier zum Beispiel „Spring Break Massacre“ und der britische Zombiefilm „Doghouse“:

A-Frame Plakate

Aber auch Männer können natürlich Waffen hinter ihrem Rücken versteckt haben, wie etwa im pakistanischen Film „8969“ oder Clint Eastwood in „Erbarmungslos“.

„8969“ und „Erbarmungslos“

Dass es nicht immer ein Messer sein muss zeigen die Filme „The Caretaker“ und „Unter Freunden – Komm, lass uns spielen“ mit einer Schere bzw. einer Geflügelschere:

The Caretaker

Nicht weniger gefährlich ist eine Axt hinter dem Rücken. Zu sehen zum Beispiel bei den Filmen „Don’t Fuck in the Woods“ und „The Farm 2“. Wobei letzterer im Original „American Gothic“ heißt und gar keine Fortsetzung ist. Der Titel wurde nur vom deutschen Verleih erfunden:

„Don't Fuck in the Woods“ und „The Farm 2“

Auch auf die Vorlieben deutscher Videolabel gehen wohl die Sujets zu „The Cottage in the Dark Woods“ und „Dead in the Woods“ zurück, bei denen jeweils eine Frau im Dienstmädchenkostüm eine Axt hinter dem Rücken hat. Im Original heißt die beiden „Woods“-Filme übrigens „Malevolence“ und „The 6th Friend“, haben nichts miteinander zu tun und auch völlig unterschiedliche Plakate.

Die Dienstmädchen von „The Cottage in the Dark Woods“ und „Dead in the Woods“

Dass es nichts nützt, Messer hinter dem Rücken zu verstecken, wenn die Messer zu groß sind beweisen die Plakate von „BloodRayne – The Third Reich“ und „Humans vs Zombies“:

„BloodRayne - The Third Reich“ und „Humans vs Zombies“

Nach so vielen B-Movies gibt es zum Abschluss aber noch ein Filmplakat von einem wahren Meister der Plakatkunst. Das Poster der Komödie „Die Experten“ mit John Travolta und Kelly Preston wurde nämlich vom US-amerikanischer Künstler und Illustrator Drew Struzan gestaltet, der schon für mehr als 150 Filme die Plakate malte, darunter unter anderem Sujets für die „Indiana Jones“-Filme und die „Star Wars“-Filme.

US-Filmplakat zu „Die Experten“

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