Der Plakateur: Waschtag

Weshalb man in Europa Schmutzwäsche anders wäscht als in Amerika.

Diese Woche ist die Komödie „Lieber verliebt“ in die heimischen Kinos gekommen. Abgesehen vom Titel unterscheidet sich das deutsche und das amerikanische Plakat durch ein wichtiges Detail:

Stimmt, es ist die Waschmaschine. Während Catherine Zeta-Jones und Justin Bartha in der Originalversion auf einer Waschsalon-Waschmaschine mit Münzeinwurf sitzen, wurde diese in der deutschen Version durch eine graue Waschmaschine der Firma Bauknecht ersetzt. Eine Silver XL 34BW um genau zu sein. Nachdem es in manchen Kinos auch eigene Pappaufsteller mit echten Bauknecht-Waschmaschinen gab dürfe die Sache dürfte wohl ein typischer Fall von Product-Placement sein. Was aber in Filmen gang und gäbe ist, ist bei Filmplakaten doch eher eine Seltenheit. Und wenn, dann meist eher für ein Produkt, dass auch wirlich im Film vorkommt, denn ich glaube kaum, dass in den Filmszenen die Waschmaschinen digital ersetzt wurden. Aber wer weiß, vielleicht blühen uns solche Manipulationen ja in Zukunft. Ich befürchte an der Technik dafür wird schon gearbeitet.

Dieser Beitrag ist Teil meiner wöchentlichen Kolumne auf der Kinowebsite Uncut. Dieser Beitrag ist dort unter diesem Link erreichbar: http://www.uncut.at/news/news.php?item_id=10900

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